Historie des CBASP-Netzwerk e.V.

James P McCullough beschäftigt sich seit den 70iger Jahren schon mit der psychotherapeutischen Behandlung der chronischen Depression. Bereits 1984 schrieb er in der Fachzeitschrift “Psychiatry” von der Bedeutung interpersoneller Prozesse bei der Behandlung chronischer Depressionen und gab seinem Therapieverfahren den Namen Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP).

International und damit auch in Deutschland bekannt wurde CBASP durch die Veröffentlichung einer bedeutenden Studie im angesehenen New England Journal of Medicine im Jahr 2000. In Kooperation der Universitätskliniken Freiburg und Lübeck wurden in rascher Folge das Behandlungsmanual (Schramm et al, 2006), das Trainingsmanual (Schweiger et al, 2007) und das Patientenhandbuch (Schweiger et al, 2007) in die deutsche Sprache übersetzt. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) 2006 stellte James P McCullough sein Therapiekonzept der deutschen Fach- und Laienöffentlichkeit vor.

Am Rand von Workshops, die James McCullough in Deutschland gab, bildete sich eine Gruppe von Psychotherapeuten, die besonders an der Verbreitung von CBASP interessiert waren. Unter Federführung von Elisabeth Schramm wurde im Sommer 2008 der Verein “CBASP-Netzwerk e.V.” gegründet. Der Verein beschäftigt sich in Arbeitsgruppen mit der Qualitätssicherung in der CBASP-Ausbildung, der Etablierung von CBASP im stationären Setting, der Förderung von Forschungsprojekten zum CBASP und anderen Themen. Das allgemeine Ziel besteht darin, CBASP zu verbreiten, zu evaluieren und weiterzuentwickeln.